Marc Lindike

Flughafen München, Leiter Information Security Assurance

Als Verantwortlicher für die operative und taktische Cyberverteidigung des Münchner Flughafens ist Marc Lindike ganz dicht dran an den neuen Gefahren des Cyberraums. Die aktuelle Situation beschrieb er allerdings so: „Wir werden durch die vielen Regularien mehr am Verteidigen unseres Flughafens gehindert als unterstützt.“

Als eingeladener „Querdenker“ behielt Lindike in seinem Vortrag einen hauptsächlich kritischen Blick auf IT-Anwendungen und Technologien in allen Lebensbereichen. „Ist es eine gute Idee, dass zum Ein- und Ausschalten des Lichts an unserem Flughafen ein weltweites Cloudzentrum notwendig ist? Ist es sinnvoll, die gesamte deutsche Wirtschaft auf eine Plattform zu setzen, die einen Notknopf zum Ausschalten besitzt, den man von außen steuern kann?“, fragte Lindike mit Blick auf das zunehmende Cloud-Computing.

Besorgniserregend sei nicht nur die hohe Anfälligkeit der Sicherheitssysteme, sondern auch, dass kaum jemand wisse, wie die Systeme funktionieren. „Ich habe kaum eine Chance, da reinzuschauen, es fehlt ein Kommunikationstool“, gab Lindike zu bedenken. „Ich möchte verstehen und unabhängig prüfen können, was mit meiner kritischen Infrastruktur passiert und wer sie steuert.“

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