Arne Schönbohm

Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik

Auch BSI-Chef Arne Schönbohm sieht die Dringlichkeit der Gefahrenabwehr im Cyberraum. „Wir haben 390 000 neue Schadprogramme jeden Tag, weltweit sehen wir 800 Millionen“, sagte er und wies darauf hin, dass vorinstallierte Schadsoftware auf Smartphones für eine neue Dimension der Risiken sorgt. Nach den Warnungen des BSI und Gesprächen mit Amazon seien die betroffenen Geräte aus dem Sortiment genommen worden – dies sei ein Erfolg, so Schönbohm.

„Es geht darum, dass wir in der digitalisierten Welt sehr genau prüfen und analysieren“, sagte Schönbohm, der seine Behörde als „Gestalter der Informationssicherheit in der Digitalisierung, für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft“ versteht. Es gelte, transparente Verfahren zu ermöglichen und Standards zu setzen. „Unabhängig davon, wer die Anbieter sind – für alle gelten dieselben Standards und Sicherheitsbedingungen. Das ist ein Grundprinzip für eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit.“

Verbraucher sollen sich bewusst für Sicherheit entscheiden können. Dazu gehörten nicht nur Sicherheitszertifikate, sondern auch ein Verhaltenstraining. Auf Dauer müsse die Resilienz der deutschen Bevölkerung gestärkt werden, mit europäischen und internationalen Partnern.

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