Michael Hange

Michael Hange (BSI): Cyberspionage wird in Zukunft weiter zunehmen
[11. Juni 2015, veröffentlicht: 16:00 Uhr]

"Während in den 2000er Jahren die Angriffsszene noch ein Goldfischteich war, ist die Angriffszene heute ein Haifischbecken", erklärte der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Michael Hange in Potsdam. Die Cyberspionage werde in Zukunft weiter zunehmen. Der Schritt hin zu Sabotage sei hier nur ein kleiner. Die Einführung des IT-Sicherheitsgesetzes sei hingegen ein erster wichtiger Schritt, um gemeinsame Standards zu schaffen. Ein Allheilmittel sei es aber nicht.

Hange betonte, dass in den 1990er Jahren noch alles mit Kryptoprodukten gesichert werden konnte. "Mit der Technologie von heute funktioniert der Perimeterschutz nicht mehr." Angreifer würden systematisch nach Schwachstellen in Softwareprodukten suchen und über Hintertüren in Systeme einfallen. Verteidiger müssen aber alles schützen. Angesichts tausender Schwachstellen sei das eine kaum leistbare Aufgabe.

Wenn es flächendeckend geschafft werde, Systeme zu 80 bis 90 Prozent sicher gegen Cyberangriffe zu schützen, würden sich Angriffe von Cyberkriminellen nicht mehr lohnen. 

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