Wilfried Karl

Präsident der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich

Wilfried Karl sieht insbesondere Clouddienste und die Strafverfolgung mit digitaler Forensik als wichtige Entwicklungsfelder seiner Behörde, die sich als Cyberdienstleister deutscher Sicherheitsbehörden versteht. 

In seiner Keynote warnte Karl davor, dass Deutschland und Europa den Anschluss verlieren: „Alle Marktführer und Technologietreiber sitzen außerhalb Europas.“ Das gilt auch für Instrumente der Onlinedurchsuchung. Systeme zur Ortung werden ebenfalls nicht in Deutschland entwickelt.

„Man muss sich die Frage stellen: Woher kommen die Fähigkeiten unserer Sicherheitsbehörden in einem Krisenfall?“ – das müsse kein militärischer Konflikt sein, sondern es reiche, wenn sich Exportregularien änderten. „Wenn ein wichtiges forensisches Werkzeug in kürzester Zeit nicht mehr nach Deutschland exportiert werden darf, berührt das die Arbeit der Sicherheitsbehörden“, führte Karl als Beispiel an. Mehr Investitionen in die Cybersicherheit werden benötigt. Doch sie allein reichen nicht aus. „Wir brauchen mehr Know-how-Austausch zwischen Behörden und der Industrie“, forderte Karl. Auch weil Experten und Spezialisten schwer zu finden seien und häufig wechselten.

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