Paul Timmers

EU Kommission. Director Cybersecurity a.D.

Internationale Kooperationen seien in verschiedenen Konstellationen denkbar, sagte Paul Timmers in seiner Keynote am Freitag. Veränderungen im internationalen System seien insbesondere durch drei Faktoren möglich: internationale Spannungen, die digitale Transformation und Cybergefahren.

Der Cyberraum kenne keine nationalen Grenzen, sie spielten keine Rolle mehr. „Der Cyberraum hat diese Vorstellung von Nationalität nicht“, so Timmers. Durch die Digitalisierung gerieten die Nationalstaaten und ihre Souveränität unter Druck. Es stelle sich daher die wichtige Frage, wie man auf internationaler Ebene künftig zusammenarbeiten und bestmöglich Risk Management betreiben könne. Dieses erfolge bereits auf mehreren Ebenen: Als Beispiel für eine internationale Zusammenarbeit des Privatsektors nannte er u. a. die Charter of Trust. Den Kampf gegen Fake News führte er als Beispiel für eine internationale Zusammenarbeit des privaten und öffentlichen Sektors an, während der EU Cyber Act ein Resultat der internationalen Zusammenarbeit von Regierungen sei.

Mit Blick auf die internationale Zusammenarbeit zur Abwehr von Cybergefahren ließen sich laut Timmers daraus sowohl eine gute als auch eine schlechte Nachricht ableiten: Die schlechte Nachricht sei, dass man sich dringend für eine Vorgehensweise entscheiden und agieren müsse – die Gute sei: „There is more than one approach – Dafür gibt es mehrere Ansätze und Möglichkeiten“. Wichtige Voraussetzung für international abgestimmtes Handeln sei eine strukturelle Debatte und eine generelle Offenheit sowie die Berücksichtigung der historischen Möglichkeiten der beteiligten Länder.

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