Holger Münch

Auf der Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit leitet Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), seine Keynote mit einer Forderung nach stärkeren Konsequenzen für Kriminelle ein: „Wir sind der Auffassung, dass Angriffe […] Folgen haben müssen. Täter müssen einen Verfolgungsdruck spüren und überführt und verurteilt werden können.“ Auch die Kosten-Nutzen-Relation für Täter müsse beeinflusst werden. Konkret geht es um Konsequenzen für fast 86.000 Fälle von Cyberkriminalität, die das BKA allein für das Jahr 2017 verzeichnet hat. Die Dunkelziffer sei trotzdem enorm, viele Opfer – sowohl Bürger als auch Unternehmen – meldeten einen Vorfall erst gar nicht.

Häufig könnten gerade Endkunden bzw. Nutzer von vernetzten Alltagsgeräten deren Sicherheit kaum selbst beeinflussen. Münch warf hier Fragen nach einer stärkeren Regulierung auf – denkbar sei etwa, verpflichte Updates für Hersteller durchzusetzen oder Provider zu verpflichten, infizierte Geräte vom Netz zu nehmen.

Um die Zusammenarbeit zwischen den Polizeien in Deutschland zu verbessern, werde das laufende „Programm 2020“ die „föderale IT-Architektur auf den Kopf stellen“. Auch die Zusammenarbeit mit dem nationalen Cyber-Abwehrzentrum werde stetig intensiviert, die Kooperation mit Hochschulen verstärkt, so Münch.

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