Werner Sczesny

Generalmajor Werner Sczesny, Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes, zeichnet im Rahmen der 6. Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit nach, wie seine Behörde mit den schnellen Veränderungen der Cyberwelt umgeht. So setze man insbesondere auf den Austausch mit IT-Sicherheitsfirmen und ausländischen Nachrichtendiensten.

Gleichzeitig verschärften sich die Unterschiede zwischen Nachrichtendiensten demokratischer und denjenigen autokratischer Staaten: Viele Nationen haben Sczesny zufolge begonnen, ihre Cyber-Operationseinheiten in „deutlich sechsstelligen Dimensionen“ auszubauen – „wir sind umgeben“, konstatiert der Generalmajor. Für die ausländischen Nachrichtendienste, die weitestgehend ohne staatliche Regulierung laufen, sei ein „goldenes Zeitalter“ angebrochen: Angesichts geringer Konsequenzen sinken die Hemmschwellen für Cyberoperationen nach Sczesnys Worten deutlich.

Dem gegenüber ziehe der BND seine Stärke aus gesellschaftlicher Akzeptanz und wachse auf dem Nährboden des Vertrauens. Nur so kann – so Sczesny  –  aus „Pluralität eine Wehrhaftigkeit“ entstehen. Die kontinuierlichen rechtlichen sowie ethischen Diskussionen ermöglichten dem Nachrichtendienst ganz andere, teils völlig neue Spielräume, was Sczesny mit den akademischen Konzepten der „Dynamic Capabilities“ durch „Communities of Practice“ beschreibt.

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