Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven

Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven, Beigeordneter Generalsekretär der NATO, betonte auf der 6. Konferenz für Nationale CyberSicherheit, dass „Cybersicherheit inzwischen ganz oben auf der Agenda“ seiner internationalen Organisation stehe. Seinen Worten nach sind die „Cyberbedrohungen […] weiter verbreitet, komplexer und zerstörerischer als jemals zuvor“. Der schlimmste Fall, der aktuell vorstellbar und besprochen werde, sei die Zerstörung eines Kernkraftwerkes durch einen Cyberangriff. Daneben sorge man sich um die Unterminierung demokratischer Systeme und die Lahmlegung der operativen Wirksamkeit von Streitkräften.

Aus Sicht der NATO gehe insbesondere von „Russland eine erhebliche Cyberbedrohung aus“ – Cyberangriffe verstehe die NATO als Teil eines „viel breiteren Verhaltensmusters, […] die Wiedererlangung des Großmacht-Status“. Auch Nordkorea, Iran und China zählte Freytag von Loringhoven zu den Kräften, die ihre Cyberfähigkeiten erheblich ausgebaut haben. Insbesondere China sei neben Russland ein „Schwergewicht in diesem Bereich“. Da China und Russland den technologischen Fortschritt auf den Gebieten Cyber und Künstliche Intelligenz zur obersten Priorität erklärt haben, müssen sich Freytag von Loringhoven zufolge die „NATO und ihre Mitgliedstaaten […] auf einen gnadenlosen technologischen Wettbewerb einstellen, der alle Aspekte militärischer und nicht-konventioneller Auseinandersetzung betreffen wird“.

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