Arne Schönbohm

[1. Juni 2016, veröffentlicht: 17:20 Uhr]

Arne Schönbohm setzt als Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik das IT-Sicherheitsgesetz um, das im Juni 2015 im Deutschen  Bundestag verabschiedet wurde. Auf der Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit berichtet er von dem Ausmaß, das vor allem Ransomware in den letzten Monaten angenommen hat: Laut BSI seien etwa ein Drittel aller Unternehmen von Ransomware betroffen, bei wiederum 75 Prozent dieser Unternehmen sei die Verschlüsselung nach dem Öffnen eines E-Mail-Anhangs ausgelöst worden.

Schönbohm unterstreicht, dass Cybersicherheit keine Aufgabe ist, dass man auf Knopfdruck abschließen kann. Vielmehr handele es sich um einen kontinuierlichen Prozess, der unter dem Motto "Fordern und Fördern" immer wieder zusammen mit der Wirtschaft angestoßen werde. So bereiten sich dem BSI-Präsidenten zufolge die Betreiber kritischer Infrastrukturen intensiv auf die Umsetzung des IT-Sicherheitsgesetzes und insbesondere die dort verlangte Einhaltung von Mindeststandards vor. Dennoch sei es gerade im Bereich des Mittelstands nach wie vor eine große Herausforderung, für IT-Sicherheit zu sensibilisieren.

Auch bei Privatpersonen müsse man laut Schönbohm immer wieder auf die Gefahren hinweisen, die von Cyber-Kriminellen ausgehen können. So nannte er beispielsweise E-Zigaretten als mögliches Einfallstor für Schadsoftware, wenn sie über den USB-Anschluss am eigenen Computer aufgeladen werden.

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